Getreu bis in den Tod

In Böhmen hatte das Evangelium schon im 9. Jahrhundert Eingang gefunden. Die Bibel war ins Tschechische übersetzt worden. Der Gottesdienst wurde nicht in lateinisch gehalten, sondern in der Landessprache, so daß jeder verstehen konnte, was verkündigt wurde. Den Gläubigen gefiel das, Papst Gregor XII. dagegen nicht. Er fürchtete um die Autorität und Macht der Kirche. In einer offiziellen Verlautbarung (Bulle) ließ er die Gläubigen wissen, der Allmächtige wolle in einer fremden Sprache angebetet werden. Wo das nicht geschähe, würden sich die schlimmsten Irrlehren und Übel in die Kirche einschleichen.

Ein eindrucksvoller Abriss der Geschichte des christlichen Abendlandes. Mit prophetischem Scharfblick werden die tieferen Zusammenhänge im langen Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum, Gut und Böse, Licht und Finsternis aufgedeckt. Blut und Tränen sind jedoch nicht das unabwendbare Schicksal der Menschheit: Die Autorin weitet den Horizont und blickt in die Zukunft bis zum großen Tag der Wiederkunft von Jesus, der alles Leid und alle Not für immer beseitigen wird. Den deutschsprachigen Lesern ist dieses Buch unter dem Titel "Der große Kampf" bekannt. Die vorliegende, sprachlich bearbeitete und ungekürzte Fassung, enthält einen ausführlichen Anhang mit aufschlussreichen Erklärungen zu zentralen Themen der christlichen Kirchen- und Dogmengeschichte.